Liebe

Frauenhände sprechen Bände
(in Gedanken an meine Mutter)

Meine Mutter war auch eine von ihnen,
sie wollte nach dem Krieg dem neuen Heimatland dienen.
Sie half beim Wiederaufbau von Österreich,
denn für diese Arbeit waren alle Menschen gleich!
Sie fühlte sich bald sehr wohl in der Fremde,
denn alle Frauen reichten sich die schaffenden Hände!

 Später heiratete sie und fünf Kinder erblickten das Licht der Welt,
die Liebe zu ihnen war alles was für sie zählt!
Das Glück war vollkommen, das Leben war schön,
doch dann – es konnte keiner so recht versteh’n –
starb ihr Mann – unser Vater – es kam die Wende,
Mutter war wieder angewiesen auf ihre eigenen Hände!

Es war ein Leben für sie voller Kummer und Leid,
doch für uns Kinder hatte sie immer viel Zeit.
Auch wenn sie manchmal nicht wusste was morgen geschieht,
wir haben immer gespürt, wie sehr sie uns liebt!
Wir wurden erwachsen und suchten uns eigene vier Wände,
doch niemals vergessen wir Mutters Trost spendende Hände!

 Immer wieder zog es uns alle zu ihr zurück,
Geborgenheit, Fürsorge, Liebe lagen stets in ihrem Blick.
Viele Schicksalsschläge hielt das Leben noch für sie bereit,
doch bis zu ihrem Tod war der Humor ihr guter Freund.
Wenn ich die Augen schließe jetzt und  bis zu meinem Lebensende
begleiten mich ihr Lachen und ihre zärtlichen Hände!
1.10.2005

Dieses Gedicht wurde in dem Buch “Frauenhände” veröffentlicht.

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Immer noch Liebe

 Morgens gemeinsam erwachen,
jeder Tag voll Sonnenschein und Lachen,
all Deine Zärtlichkeit genießen,
nur Freudentränen sollen fließen!

 Spüre Deine Lippen auf meiner Haut,
Sehnsucht nach Dir wird wieder laut.
Ein süßes Lächeln auf Deinem Gesicht,
mir den Himmel auf Erden verspricht.

 Herz an Herz – nur Telepathie,
knistern im Raum – so war es noch nie!
Jedes Mal denke ich das immer wieder,
Lust und Begehren, es ist wie Fieber.

 Keine Grenzen, keine Schranken –
weiß nicht, wem soll ich dafür danken?
Sind doch schon so ein altes Ehepaar,
sind wir uns gerade deshalb so nah?

 Keinen Moment mit Dir versäumen,
immer wieder auf’s neue von Dir träumen!
Kann es denn so viel Glück geben?
Es ist so schön mit Dir zu leben!
30.9.1999

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Mein Kind

 Groß bist Du geworden – ein richtiger Mann,
an Dir seh ich, das man die Zeit nicht anhalten kann.
In meinem Herzen bist Du ganz nah bei mir,
und ich weiß nichts auf der Welt trennt mich von Dir.

Manchmal kann ich Dich nicht versteh’n,
kann die Welt nicht durch Deine Augen seh’n!
Dann bist Du mir für Augenblicke fremd –
kann es sein, das ich mein eigenes Kind nicht kenn?

Doch diese Zweifel sind sehr selten,
wir haben Dich doch gelehrt selbst zu denken!
Kein Ja-Sager, doch auch kein Tu-nicht-gut –
zu Deiner Selbständigkeit brauchst Du Mut!

Bist ein Typ, den es nicht zwei Mal gibt,
ein Mensch, den man einfach liebt,
mit all Deinen kleinen Fehlern und Macken,
kannst Du beruhigt ins Leben starten!

Habe versucht Dir alles was nötig ist mitzugeben,
für Dich Liebe, Glück und Zuversicht anzustreben.
Ich wünsche Dir, das Du nichts davon vermißt,
und ich bin stolz, das Du so bist wie Du bist!

Was auch immer geschehen mag,
ich denk an Dich Tag für Tag
Und so lange wir beide am Leben sind,
bleibst Du für immer und ewig mein Kind!
23.2.2002

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Gehauchte Worte, verklärter Blick,
süßes Lächeln – sie denkt an die Zeit zurück!
Holder Engel hat er sie liebevoll genannt,
Spaziergänge immer nur Hand in Hand!
Schwur ewiger Treue, heiße Küsse,
am Hals die Spur von zarten Liebesbissen.
Er liebt sie – er wird sie nie verlassen,
sie steht an seinem Grab und kann es nicht fassen.
Vorbei und verloren ist diese schöne Zeit –
es dauert bis sie begreift: Nichts ist für die Ewigkeit!
8.11.1999

September 8th, 2017 by BLOGZONTI